«Zirkus ist eine ganz eigene Welt»

29.07.2021

Sie hat vier Saisons im Circus Monti gearbeitet und dabei ganz viele Erfahrungen gesammelt: Barbara Neff’s Herz schlägt für die Zirkuswelt, deshalb engagiert sie sich bei der Zirkusschule Bern. Barbara ist unter anderem für deren Programm während des Fernweh Festivals verantwortlich.

Barbara, wie ist es beim Zirkus zu arbeiten?

Zirkus ist eine ganz eigene Welt. Während meinen Jahren beim Circus Monti dauerte die Saison von Februar bis November. Ich hatte pro Woche zwei Halbtage frei, da wird vor allem geschlafen. Weil der Zusammenhalt aber so gross ist, und mit dem ständigen Weiterziehen immer was läuft, kommt nie Langeweile auf.

Was fasziniert dich am Zirkus?

Ich finde es eine Meisterleistung, das riesige Chapiteau – oder auch Circus-Zelt – sowie das gesamte Material innert 24 Stunden komplett abzubauen und woanders genauso schnell wieder aufzubauen. Und mit der Zeit habe ich auch verstanden, warum es wichtig ist, dass die Wagen nicht einfach irgendwie, sondern in einer bestimmten Reihenfolge fahren.

Mit dem Zirkus warst du monatelang unterwegs, Fernweh war also kein Thema. Aber vielleicht Heimweh?

Nach den vier Zirkusjahren hatte ich das Bedürfnis, in der Nähe von meiner Familie und den Freunden zu sein. Ich wollte wieder sesshaft werden. Meine sozialen Kontakte beschränkten sich halt auf die Zirkusmenschen, was aber auch total schön war. All die verschiedenen Kulturen und Sprachen. Deshalb freue ich mich auch sehr auf das Fernweh Festival, welches die weite Welt nach Bern bringen wird.

Hast du manchmal Fernweh nach dem Zirkusleben?

Durch mein Engagement bei der Zirkusschule Bern komme ich nun wieder mit der Branche in Berührung. Auch die Programmation für das Fernweh Festival macht mir grossen Spass: Die Artisten buchen, die Shows planen und koordinieren, administrative Arbeiten erledigen damit alles reibungslos läuft... Ich freue mich sehr auf die drei Tage Fernweh Festival!

Weitere News